Duftender Oktober – Myrte, Erdbeerbaum, Löwenzahn und Granatäpfel

Duftender Oktober – Myrte, Erdbeerbaum, Löwenzahn und Granatäpfel

Insel Lošinj

MYRTE (lat. Myrtus communis L.)

 

Aromatisch duftender Strauch aus der Familie der Myrtengewächse. Symbolisiert Liebe. In der griechischen Mythologie war die Myrte der Göttin Aphrodita geheiligt. In der römischen Mythologie war sie der Göttin Venus geheiligt.

 

DIE MYRTE IN MEINEM UND DEINEM GARTEN

 

Die Myrte ist ein immergrüner Strauch, der eine Wuchshöhe bis 5 Meter erreichen kann. Sie blüht mit kleinen weißen Bühten, die sich in kleine blauschwarze Beerenfrüchte entwickeln. Die Myrte ist eine urwüchsige Pflanze, die nur warme und sonnige Standorte an den Küsten bevorzugt, weil sie auf die Kälte sehr empfindlich ist.

 

ERNÄHRUNGSWERT

 

Die Myrtenbeeren haben einen angenehmen, süßen, aromatischen und harzigen Geschmack. Die Myrte ist sowohl an ätherische Öle, als auch an Zitronen- und Apfelsäuere, Zucker, Harz und Tannine reich. Sie wird auch als Gewürz verwendet.

 

KONTRAINDIKATION: nicht bekannt

 

INTERESSANTES

 

Die Myrte stammt aus dem Osten und wird schon in der Urgeschichte nach mediteranen Ländern getragen. Für die Völker der Antike war die Myrte eine hochgeschätzte und heilige Pflanze (wie der Lorbeer). In der Zeit der Armut und Ermangelung wurden die Myrtenfrüchte getrocknet und ins Mehl gemahlen.

 

ES IST WICHTIG ZU WISSEN

 

Die Tannine sind aktive Stoffe, die sich in zahlreichen Heilpflanzen des herben Geschmacks befinden. Sowohl ihre medizinische Verwendung als auch ihre Benutzung in der Schönheitspflege ist sehr wichtig. Aus den fermentierten Myrtenbeeren wird das alkoholische Getränk "eau d`Agnes" hergestellt. Die Myrtenbeeren können im Salz konserviert werden.

 

ERDBEERBAUM (lat. Arbutus unedo L.)

 

Der Erdbeerbaum ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum – wächst als Schmuck für die Macchia (immergrüner Buschwald des Mittelmeergebites) . Die Erdbeerbaumfrüchte nennt man auf kroatisch maginje.

 

DER ERDBEERBAUM IN MEINEM UND DEINEM GARTEN

 

Der Erdbeerbaum wächst als ein Strauch oder ein kleiner Baum, der eine Wuchshöhe von 10 Meter erreichen kann. Die Blätter sind den Lorbeerblättern ähnlich. Die weißgrünen Blüten sind schön, reich und traubenartig. Die Früchte sind orange bis rot und kugelförmig. Die Früchte sind rauh und warzig.

 

ERNÄHRNUGSWERT

 

Die Erdbeer-Früchte smecken süß – enthalten 16% Zucker (in größerem Maße Fruktose), organische Säuere ( Apfelsäuere), Pektinstoffe, und in den überreifen Früchten gibt es auch Alkohol (0,5%).

 

KONTRAINDIKATION: Beim Verzehr größerer Menge der reifen Früchte kommt es zu den Verdauungsstörungen und zur Berauschung (ähnlich wie beim Betrunkenheit, wegen den beträchtlichen Alkoholggehalt in den Früchten).

 

INTERESSANTES

 

Der botanische Name für Erdbeerbaum ist Arbutus unedo L. Der Name bezeichnet sich auf die von Plinius dem Älteren vorgetragenen Deutung "unum tantum edo", was “ich esse nur eine (Frucht)” bedeutet.

 

ES IST WICHTIG ZU WISSEN

 

Der gemäßigte Verzehr der reifen Erdbeer-Früchte ist nicht schädlich. Arbutin ist ein Stoff, der beim Vorübergehen durch die Nieren “umwandelt” und antibakterielle Wirkung bekommt. Aus den Erdbeer-Früchten werden Schnaps oder Liköre hergestellt. Die Früchte können getrocknet und gemahlen werden oder beim Kuchen backen ins Mehl eingemischt werden.

 

LÖWENZAHN (Taraxacum officinale Weber)

 

LOWENZAHN IN MEINEM UND DEINEM GARTEN

 

der Löwenzahn ist eine langjährige Pflanze, die allen bekannt ist, auch den kleinsten Kindern. Im Frühling sind alle Parks, Wiesen, Felder und Garten gelb. Die Blätter sind länglich gezackt und ebenerdig in einer Rosette zusammengesetzt. Der Stängel ist hohl, bis zu 20 cm, hoch und trägt eine gelbe Blüte.

 

NAHRWERT

 

Die Wurzeln solte man am besten im Frühjahr oder im Herbst ausgraben, die Blätter pflückt man vor dem Blüten, und die Stängel und Blüten pflückt man zur Blütezeit. Er heilt und hilft bei vielen Krankheiten - er beschleunigt den Stoffwechsel, regt das Schwitzen an, er wirkt sehr auf die Leber und die Nieren, heilt Ausschläge und andere Hautkrankheiten und hilft bei Rheuma und Gicht.

 

DER GRANATAPFEL (lat. Punica granatum L.)

 

DER GRANATAPFEL IN MEINEM UND DEINEM GARTEN

 

Der Granatapfel wächst als ein Strauch oder ein kleiner Baum, der die Wuchshöhe von 2 bis 4 meter erreichen kann. Der Strauch hat aufgerechte, verästelte und dornige Zweige. Die Rinde isr rot bis grau und sehr dünn, die sich langsam allein schällt. Die Blüten sind sehr schön, intensiv rot (seltener weiß). Die reife Frucht nennt man auf kroatisch šipak, die ein Durchmesser bis zu etwa 10 Centimeter hat. Die Frucht kann gelb, braun oder orangenrot gefärbt sein und auf dem Scheitel eine “Krone” hat. Sie ist von lederiger Hülle ummantelt und von vielen dünnen weißen Wänden durchzogen, und dadurch entstehen Kammern mit zahlreichen Samen. Die Samen sind von außen glasig, unregelmässiger Form, rot gefärbt und saftreich.

 

NAHRWERT

 

Die Granatäpfel ist an Vitamin C reich. Sie ist sowohl an Vitamin B1, B2, B6, als auch an andere bioaktive Inhaltsstoffe reich. Sie enthält Niacin, Pantotensäuere, Kalcium, Eisen, Kalium, Phosphor und ein bisschen Natrium.

 

KONTRAINDIKATION: nicht bekannt

 

INTERESSANTES

 

Die Pflanze stammt aus Persien und wurde dann später nach mediteranen Ländern getragen und gepflantzt. Am besten gedeiht sie auf der kalkhaltigen Erde auf den Gebiten der sonnigen Adriaküste. Der Saft des Granatapfels wird im Mittel Osten zur Verfeinerung von Fleischgerichten und wurde als ein Zutat sehr oft in der italienischen Küche zur Zeit der Renaissance verwendet.

 

ES IST WICHTIG ZU WISSEN

 

Aus den Samen kann man den Saft oder das Obstgelee machen. Granatapfel nennt man noch Grenadine. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Früchte nicht mit den Rosen verwandt sind, die man auch Grantäpfel nennt.