6. Lošinjer Ruderregatta mit Pasara-Booten

6. Lošinjer Ruderregatta mit Pasara-Booten Mali Lošinj, 08.09.2018 beginn um 10,30 Uhr

Insel Lošinj

Das traditionelle Ruderrennen, bei dem Holzboote in zwei Kategorien gegeneinander antreten: Jollen bis 4,3 Meter und Jollen über 4,3 Meter. Es basiert auf den ehemaligen Ruderregatten, die Ende des 19. Jahrhunderts im Hafen von Malološinj stattfanden, und einer der Organisatoren war der Direktor der Krankenpflegeschule von Lošinj, Professor Eugen Jeličić.

 


Die alte Tradition der Wettkämpfer-Ruderer im Hafen von Lošinj wird weiterhin vom Verein der Seeleute Losinj-Cres in Zusammenarbeit mit dem Nautischen Klub Süd und unter der Schirmherrschaft der Stadt Mali Lošinj und des Tourismusverbandes der Stadt organisiert.

 

 

 


PASARA - TRADITIONELLES HOLZREIHENBOOT VON DER INSEL LOŠINJ

 

Im Unterschied zum größeren Teil der Adria, wo Segelboote einzig zu Transportzwecken benutzt wurden, segelte man auf Lošinj auch, um seine Segelfähigkeiten unter Beweis zu stellen – also aus sportlichen Gründen. 

 

Zu Beginn kamen bei den Regatten Guc- (Gozzo) und Pasara-Segelboote zum Einsatz, die speziell für Regatten gebaut wurden, und da es um die Jahrhundertwende sieben Werften auf Lošinj gab, war es eine Frage der Ehre und des Ansehens, wessen Pasara den Sieg bei der Regatta davontragen würde. 

Wegen der Eigenheiten der Bucht von Mali Lošinj, wo im Sommer thermische Winde und der Mistral bei minimalem Wellengang vorherrschen, ist das Pasara-Regattaboot von Lošinj anders gebaut als in anderen Teilen der Adria. Es ist breit an der Hauptrippe und hat eine für seine Größe recht große Segelfläche sowie ein Tiefkiel über seine gesamte Länge, vor allem am Heck, mit einem tiefen Ruder. Man benutzte das sogenannte Marconi-Rigg, weil die lange, parallel zum Mast verlaufende Gaffel an die damaligen Telegrafenmasten der Marconi Company erinnerte. Solch ein Segel, dem Schnitt nach heutigen Segeln ähnlich, war viel fortschrittlicher als das Lateiner- und Gaffelsegel; die Boote konnten damit viel mehr im Wind segeln.

 

 

Aus diesen Pasara-Segelbooten entwickelte sich die nationale Segelbootklasse L-5, entworfen von dem Lošinjer Anton Martinolić, aus denen dann die olympische Starboot-Klasse entstand. Es waren ja gerade die Segelsportler Agostino Straulino und Nicolo Rode, die zweifache Olympiasieger (Helsinki, 1952 und  Melbourne, 1956) und dreifache Weltmeister in der Starboot-Klasse wurden. 

 

 

Lošinj war der einzige Ort an der Ostadria, wo Segelboote speziell für den Regattaeinsatz gebaut wurden. Sie leisteten bei Ausflügen und Fischfang gute Dienste, und bei traditionellen Segelregatten stellten sie ihre Konstrukteure vor und zeigten, was sie sportlich zu bieten hatten. Zwei Pasara-Regattaboote von Lošinj wurden nach Original-Bauzeichnungen gebaut, und zwar genau anhand alter Fotos, die Pasara-Regatten im Hafen von Mali Lošinj zeigten.