Duftender November – Oliven und Heckenrose

Die Veranstaltung "Düfte und Aromen der Insel Lošinj" erweitert sich auf die ganze Stadt, auf Campingplätze, Hotels, Reisbüros, Restaurants... Das duftenden Netz breitet sich in allen Formen aus, von Blumengestecks, Potpourris, Likören, Säften, Kuchen, duftenden Dekorationen bis hin zum gastronomischen Angebot, in dem auf verschiedene Weise die autochthonen Inselpflanzen genutzt werden.

 

DIE OLIVE (lat. Olea europaea L.)

 

Ist die älteste und bekannteste Kulturpflanze des Mittelmeers. Olivenbäume leben mehrere hundert Jahre. Man muss zwischen der wilden Olive – Olea europaea L. subsp. oleaster und der kultivierten Olive Olea europaea L. subsp. sativa unterscheiden. *subsp. ist die Abkürzung der lateinischen Bezeichnung Subspezies.

 

OLIVE IN MEINEM UND DEINEM GARTEN

 

Die wilde Olive existiert als wintergrüner und sehr verzweigter Strauch, der etwas niedriger ist, kleinere Blätter, und dornenreiche Äste hat, durch die er sich von der kultivierten Olive unterscheidet. Die Früchte der wilden Olive sind ebenfalls kleiner als die der kultivierten. Die reifen Früchte sind fast schwarz und haben große Kerne. Die wilde Olive wächst an trockenen und steinreichen Stellen der kroatischen Küstengegend. Durch Selektion und Veredlung wurden mehrere hundert Sorten an kultivierten Oliven entwickelt, die überall auf der Welt kultiviert werden.

 

NACHRWERT

 

Das Früchte der Olive enthalten im Fruchtfleisch und im Kern Öl als Reservebestandteil. Das kalt geprasste Öl extra virgine ist eine Mischung aus Glyzeriden , die 80-85 % Olein-, 5-10 % Linol- und 8-15 % Palmitinsäure und etwas freie fettige Säuren enthalten. Olivenöl ist wegen seiner Bestandteilen Diätöl von hoher Qualität.

 

KONTRAINDIKATIONEN: Bei empfindlichen Personen kann es zu Magenbeschwerden kommen.

 

INTERESSNATES

 

Olivenöl bildete die Grundlage für den Wohlstand der Küstenbewohner. In vergangenen Zeiten diente es als Zahlungsmittel und für die tägliche Vorbereitung von Speisen.

 

WAS MAN WISSEN SOLLTE

 

Das Massageöl wird aus kühl gepresstem Oliveöl zubereitete, in das verschiedene getrocknete Heilpflanzen (Johanniskraut, Rosmarin, Lavendel, Ringelblume ..) getaucht werden. Im Olivenöl werden sehr gut heilende und ätherische Öle aus Pflanzen gelöst, so dass auf diese Weise Heilsubstanzen besser ausgenutzt werden. Das gelbe bis gelbgrüne Olivenöl (extra virgine) wird durch kaltes Pressen von frischen und getrockneten Oliven gewonnen (die Ausnutzung ist 20-40 %). Öl, dass bei höherer Temperatur oder höherem Druck gepresst wird, kann zum Essen erst nach der Raffinierung genutzt werden.

 

 

HUNDSROSE

 

Hagrose, Heckenrose; lat. Rosa canina L.

 

HUNDSROSE IN MEINEM UND DEINEM GARTEN

 

Sie wächst als ein immergrüner Strauch, der bis zu 3 m Höhe wachsen kann. Seine Zweige sind dünn, lang und stachelig. Seine Blühten sind rosa und weiß und schließen sich bei Nacht. Sie blüht von Mai bis Juli und reift im Oktober und November. Ihre längliche, harte und intensivrote Frucht ist ein Schmuck des späten Herbsts und Winters. Die Hagebutten werden gesammelt, wenn sie vollkommen reif und weich sind. Harte Hagebutten sollte man in die Sonne stellen, damit sie reif werden. Die Hundsrose wächst in mildem Klima, an sonnigen Waldrändern, an Wegen und Hecken entlang, in Tälern und auf Bergen. In neuerer Zeit wird sie als eine Schmuckpflanze gezüchtet.

 

NÄHRWERT

 

Die Hundsrose ist eine äußerst heilsame Pflanze. Sie enthält 9.1% Wasser, 3.4% Eiweiß, 1.4% Fett, 80% Kohlenhydrate und 270 mg Vitamin C. Ihre Kerne enthalten Vitamin E und Vanillin. Ihr Brennwert beträgt pro 100 g 350 kcal. Vitamin C geht durch das Kochen nicht abhanden, aber nach einem Jahr in Marmelade oder Likör vermindert sich sein Wert auf ein Viertel des ursprünglichen Wertes. Die Hagebutte enthält noch Vitamine A, D und E, sowie Fettsäuren und das Antioxidans Flavonoid.

 

WICHTIG ZU WISSEN

 

Man kann die Frucht dieser Pflanze benutzen, aber auch ihre Blätter, und zwar frisch in Form von Tee, Marmelade und Öl. Der Sirup aus den Blättern wird bei Lungenerkrankungen eingesetzt, ist ein hervorragendes Mittel gegen Müdigkeit und Erschöpfung, stärkt das Immunsystem und hilft bei Infektionen. Sie hat auch eine erfrischende Wirkung bei Fieberkrankheiten. Nur zwei Tassen Hagebuttentee pro Tag kann den Bedarf nach Multivitaminpräparaten im Winter ersetzen. Die Hagebutte enthält sogar 20-mal mehr Vitamin C als die Orange und ist reich an Antioxidanten. Dies ist einer der Gründe ihrer wohltuenden Wirkung auf die Gesundheit der Nieren und Harnblase. Die Hagebutte ist, außer an Vitamin C, auch an Vitaminen A, D und E reich, sowie an essentiellen Fettsäuren.